Das Schwarze Schaf im August 2010
Electro-Devil – höllisch unzuverlässig
Anbieter: electro-devil.de
Vorgang: Der Kunde ist König – diesen Leitsatz haben sich jedoch nicht alle Händler auf die Fahnen geschrieben. Viele Online-Shops glänzen nicht durch einen perfekten Kundenservice, sondern fallen negativ durch ihre schlechten Serviceleistungen auf. Zu diesen Shops zählt laut Verbrauchermeldungen auch electro-devil.de, den die Markenschutzexperten von OpSec Security daher mit dem Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ für den Monat August auszeichnen.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Die Plattform electro-devil.de bietet verschiedene Produkte aus dem Bereich Consumer Electronics an, wie zum Beispiel DVD-Recorder, LCD-Fernseher, Spielekonsolen oder Handys, und wirbt auf ihrer Seite mit „höllisch guten Preisen“, die jedoch nur für registrierte Nutzer sichtbar sind. Doch was nützen Kunden gute Preise, wenn die bestellte und im Voraus bezahlte Ware viel zu spät oder aber überhaupt nicht geliefert wird? Wie ein Verbraucher OpSec in diesem Monat schrieb, hatte er bei electro-devil.de eine Nintendo DS Spielekonsole bestellt, aber nicht erhalten. Eine Rückbuchung des bereits überwiesenen Geldes war ihm zufolge nicht möglich. In Internetforen findet man ähnliche Erfahrungsberichte. Kritisiert wird jedoch nicht nur, dass die Ware in manchen Fällen gar nicht oder zu spät geliefert wird, sondern auch die Kommunikation mit dem Shop-Betreiber, die entweder nicht reibungslos oder überhaupt nicht funktioniert. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Herkunft der Produkte bzw. aus welchem Land sie versendet werden nicht klar erkennbar ist. Kommen Artikel aus dem Ausland, wie es laut Forenbeiträgen teilweise der Fall ist, haben Käufer eventuell keine Garantieansprüche.
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Das Schwarze Schaf im Juli 2010
Vorsicht vor dubiosem Online-Shop für Billigturnschuhe
Anbieter: nikeshoxschuhe.com
Vorgang: Auch Online-Shops müssen sich an gesetzliche Bestimmungen halten. Im Internet gibt es jedoch zahlreiche Anbieter, die gegen diese verstoßen und somit ein großes Risiko für Konsumenten darstellen. Dazu zählt auch der Online-Shop nikeshoxschuhe.com, wie OpSec in diesem Monat gemeldet wurde. Da der Betreiber der Seite gleich gegen mehrere rechtliche Vorschriften verstößt, verleihen ihm die Markenschutzexperten von OpSec Security den Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ für den Monat Juli.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Durch eine Verbrauchermeldung ist OpSec in diesem Monat auf die Seite nikeshoxschuhe.com aufmerksam geworden, die Damen- und Herrenturnschuhe zu besonders günstigen Preisen anbietet. Dass dieser Online-Shop jedoch alles andere als seriös ist und sämtliche gesetzliche Bestimmungen missachtet, ist an verschiedenen Punkten erkennbar. So verfügt die Seite beispielsweise über kein Impressum und auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen fehlen. Neben diesen Rechtsverstößen fallen zudem die gravierenden sprachlichen Mängel sowie inhaltliche Widersprüche auf. Während der Betreiber des Shops auf der Startseite mit 100 Tagen Rückgaberecht wirbt, ist in den Nutzungsbedingungen nur noch von sieben Tagen die Rede. Vertrauen sollen anscheinend die verschiedenen Gütesiegel auf der Startseite wecken, die der Shop aber vermutlich nicht offiziell erhalten, sondern sich von anderen Seiten kopiert hat. Liest man nämlich den Text neben dem TÜV-Zeichen, stellt man fest, dass es sich um eine TÜV-Zertifizierung für „Zalando“ handelt.
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Das Schwarze Schaf im Juni 2010
Unseriöser Leasing-Anbieter: Viel Ärger – kein Auto
Anbieter: metropolleasing.de
Vorgang: Im Internet werben zahlreiche Firmen mit attraktiven Kfz-Leasing-Angeboten – doch nicht alle scheinen wirklich seriös zu sein. Laut Verbrauchermeldungen sorgte zum Beispiel der Betreiber der Internetplattform metropolleasing.de für reichlich Ärger, da Kunden nach einem geschlossenen Kfz-Leasing-Vertrag und der Überweisung einer Leasing-Sonderzahlung ihr bestelltes Auto nicht erhielten. Dies veranlasste die Mitarbeiter der Firma OpSec Security dazu, ihn mit dem Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ für den Monat Juni auszuzeichnen.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Die Homepage der Firma Metropol Leasing GmbH (metropolleasing.de) ist gut gestaltet und wirkt professionell und seriös. Jedoch scheint sich das Unternehmen den Verbrauchermeldungen, die OpSec dazu in diesem Monat erhielt, und verschiedenen Erfahrungsberichten in Internetforen zufolge eher unprofessionell und unseriös zu verhalten. Die Probleme mit der Firma begannen laut den Schilderungen betroffener Verbraucher, nachdem bereits ein Kfz-Leasingvertrag geschlossen wurde, sie alle nötigen Unterlagen eingereicht und auch schon eine Leasing-Sonderzahlung in Höhe von mehreren hundert Euro überwiesen hatten. Danach warteten die Kunden jedoch vergeblich auf ihre bestellten Autos. Rückfragen blieben zunächst unbeantwortet. Forderten Kunden daraufhin ihren bereits geleisteten Beitrag zurück, behielt die Firma laut Verbrauchermeldungen einen Teil des Geldes ein, scheinbar als Bearbeitungsgebühr. Der Verdacht liegt daher nahe, dass dieser Leasing-Anbieter auf eine ganz einfache Art und Weise mit dem Geld seiner Kunden arbeitet und versucht, einen Teil davon zu behalten.
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Das Schwarze Schaf im Mai 2010
Bezahlt und nicht geliefert – schlechte Bewertungen für Kindergarten-Onlineshop
Anbieter: kindergarten-shop.eu
Vorgang: Nicht gelieferte Ware, keine Geldzurückerstattung, inhaltlich nicht korrekte Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGBs) und ein schlechter Kundenservice – all diese Kritikpunkte treffen auf die Internetseite kindergarten-shop.eu zu und veranlassten die Mitarbeiter der Firma OpSec Security, dem Betreiber der Seite den Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ für den Monat Mai zu verleihen.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Ob Stofftiere, Bücher, Bastelmaterialien oder verschiedenes Spielzeug – der Kindergarten-Shop (kindergarten-shop.eu) bietet alles, was das Herz kleiner Kinder begehrt. Ärgerlich ist jedoch, dass laut verschiedener Verbrauchermeldungen in vielen Fällen die bestellte und im Voraus bezahlte Ware gar nicht angekommen ist. Darüber hinaus scheint auch der Kundenservice äußerst schlecht zu sein. Wie betroffene Verbraucher OpSec meldeten und auch verschiedenen Erfahrungsberichten in Onlineforen zu entnehmen ist, erfolgte auf ihre Beschwerden und Nachfragen keine Reaktion des Betreibers. Widerrufsschreiben kamen angeblich nicht an und ihr Geld wurde ihnen nicht zurückerstattet.
Darüber hinaus liefern auch andere Punkte Anlass zur Kritik. So wirkt die Homepage insgesamt sehr unübersichtlich und überladen und die AGBs sind nur schwer zu finden und zudem inhaltlich nicht haltbar. Sie geben unter anderem an, dass ein Vertragsabschluss erst mit der Zustellung der bestellten Ware zustande kommt. Dies entspricht jedoch nicht dem geltenden Gesetz, da ein Geschäftsvertrag bereits zustande kommt, sobald der Käufer nach dem Erhalt einer Bestellbestätigung das Geld überweist.
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Das Schwarze Schaf im April 2010
Neuer Anbieter am Abofallenhimmel
Anbieter: top-of-software.de
Vorgang: Seit kurzem versucht der Betreiber der Seite top-of-software.de Internetuser mit dreisten und unseriösen Methoden in eine Abofalle zu locken. Um Verbraucher vor diesem neuen Anbieter und seiner Masche zu warnen, verleiht ihm OpSec Security in diesem Monat den Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Der Betreiber der Seite top-of-software.de, die Antassia GmbH, bedient sich laut Verbrauchermeldungen und zahlreicher Beiträge in Internetforen der gleichen Methoden wie auch die Betreiber ähnlicher Seiten, wie z.B. opendownload.de und online-downloaden.de. So schlossen die Nutzer nach eigenen Aussagen beim Downloaden kostenloser Software unwissentlich ein kostenpflichtiges Abonnement ab. Teilweise besuchten die Nutzer die Seite gar nicht bzw. sie wurden von einer anderen Seite auf top-of-software.de weitergeleitet ohne zu wissen, dass die Nutzung der Seite bzw. das Downloaden der Software gebührenpflichtig ist. Das Vorgehen dieses Anbieters ist ebenfalls betrügerisch, da die Firma Verbraucher darüber täuscht, dass sie durch den Download ein kostenpflichtiges Abo abschließen. In den gemeldeten Fällen erfuhren die Nutzer erst durch eine Rechnung, dass sie einen Vertrag abgeschlossen hatten. Bei Nichtzahlung folgten Mahnungen, die laut Forenbeiträgen von dem Inkasso-Anwalt Olaf Tank verschickt wurden, der auch das Inkasso für die Seite opendownload.de betreibt.
Dass die Chancen betroffener Verbraucher, sich gegen Abofallen im Internet erfolgreich zu wehren, mittlerweile sehr gut sind und sie Anspruch auf Erstattung ihrer Anwaltskosten haben, zeigt zum Beispiel ein kürzlich verkündete Urteil gegen den Abmahnanwalt Tank. Auf eine Klage eines Opfers der Abofalle opendownload hin, wurde Tank vom Amtsgericht Marburg dazu verurteilt, die Kosten des betrogenen Internetnutzers zu tragen, die diesem durch die Abwehr des Abovertrags entstanden sind.
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Das Schwarze Schaf im März 2010
Verkauf teurer Fälschungen unter bekanntem Markennamen
Anbieter: monclerdaunenjacke.com
Vorgang: Im Internet wimmelt es von Händlern, die Fälschungen vertreiben und dabei immer professioneller vorgehen. Besonders dreist ist, wenn sie sich als autorisierte Verkäufer eines Markenprodukts ausgeben und ihre Internet-Adressen den Namen des bekannten Herstellers beinhalten, um einen seriösen Anschein zu erwecken. Wie OpSec Security in diesem Monat gemeldet wurde, scheint dies auch die Masche des Betreibers der Seite monclerdaunenjacke.com zu sein. Dies veranlasste die Markenschutz-Experten, ihn mit dem Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ für den Monat März auszuzeichnen.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Der Online-Shop monclerdaunenjacke.com bietet Jacken und Stiefel des italienischen Modeherstellers Moncler zu Schnäppchenpreisen an und wirbt mit einer einwöchigen Lieferzeit und einem sicheren Einkauf. Dass sich die verlockend klingenden Angebote jedoch – zumindest in einigen Fällen – als Fälschungen entpuppten, zeigen eine Verbrauchermeldung sowie Erfahrungsberichte in Internetforen. So schildert ein Verbraucher, dass er die Jacke, die er für 209 Euro gekauft hat, erst nach 14 Tagen erhielt und sie aus China verschickt wurde. Zudem deuteten ein schlecht aufgenähtes Logo, ausgeleierte Bündchen und lose Knöpfe auf eine minderwertige Qualität hin. Durch einen Vergleich mit einem Originalprodukt im stationären Handel konnte die erworbene Jacke schließlich als Fälschung identifiziert werden, so dass in diesem Fall von Betrug ausgegangen werden kann. Als der Verbraucher daraufhin die Ware reklamieren und zurückschicken wollte, stellte er fest, dass der Online-Shop entgegen der gesetzlichen Vorschrift über kein Impressum verfügt, lediglich über eine Kontakt-E-Mail-Adresse. Auf seine Mail erhielt er jedoch keine Antwort. Aufgrund der fehlenden Informationen zum Betreiber der Seite haben Kunden kaum eine Möglichkeit, direkten Kontakt zum Verkäufer aufzunehmen. Eine Verbindung zum Originalhersteller ist höchst unwahrscheinlich, so dass wettbewerbsrechtlich gesehen auch Markenrechtsverstöße vorliegen könnten.
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Das Schwarze Schaf im Februar 2010
Unseriöse Werbeversprechen für angeblich schnellen Wohlstand
Anbieter: wohlstand-heute.com
Vorgang: Auf seiner Homepage wohlstand-heute.com gibt Dr. Norbert Wintersiegel Verbrauchern Tipps, wie sie in Online-Kasinos durch Tricks bzw. seine 5-Step-Gap-Methode risikolos täglich 400 bis 600 Euro verdienen können. Da sein Vorgehen jedoch äußerst unseriös ist und seine Werbebotschaft eine dreiste Rechtsverletzung darstellt, verleiht ihm OpSec Security stellvertretend für ähnlich agierende Seitenbetreiber den Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ für den Monat Februar.
Die Masche des Schwarzen Schafes: „Online Geld verdienen! 100% garantiert! Bis zu 3000 Euro pro Woche online verdienen!“ – Mit diesen Versprechen wirbt Dr. Norbert Wintersiegel, laut eigenen Aussagen ehemaliger Chefentwickler der Deutschen Börse AG, auf seiner Website wohlstand-heute.com. Auf der Startseite fordert er Verbraucher auf, sich kostenlos und unverbindlich mit Name und E-Mail-Adresse einzutragen, um zu erfahren, wie man von seinem eigens entwickelten mathematischen Algorithmus profitieren und täglich garantiert 450 Euro verdienen kann. Verbrauchermeldungen zufolge erhält man nach der Registrierung Informationen zu der so genannten 5-Step-Gap-Methode, mit deren Hilfe man bei einigen von Wintersiegel getesteten Online-Kasinos Lücken ausnutzen bzw. diese Kasinos „überlisten“ und somit täglich 400 bis 600 Euro gewinnen kann. Als Dankeschön für diesen Tipp wünscht sich der Betreiber lediglich eine kleine Spende („Spenden Sie einfach 5% ihres erwirtschafteten Gewinns aus diesem Projekt an uns, und helfen Sie somit Wohlstand-heute.com weiterhin finanzierbar zu bleiben.“, Auszug aus der Homepage). Für einen seriösen Anschein sorgt ein Banner von Focus Money mit dem Schriftzug „Es funktioniert!“. Laut eines Forenbeitrags hat das Wirtschaftsmagazin jedoch nie der Nutzung seines Logos für diese Werbung zugestimmt und auch keine derartige Empfehlung gegeben.
Ob man mit Hilfe dieser 5-Step-Gap-Methode wirklich Geld gewinnen kann, scheint mehr als zweifelhaft. Viele Internetseiten decken diese Methode als einfache Wahrscheinlichkeitsrechnung auf, die nicht dazu geeignet ist, risikolos Geld zu verdienen. Verschiedener Forenbeiträge zufolge scheint es dem Betreiber der Seite wohlstand-heute.com darum zu gehen, User auf bestimme Kasino-Websites zu locken und damit Geld zu verdienen. Durch Täuschung wird bei dem Verbraucher der Irrtum erweckt, er hätte einen Vorteil bzw. bessere Chancen beim Spiel in den Online-Kasinos. Somit wird er dazu verleitet, eine für ihn möglicherweise nachteilige Vermögensverfügung zu treffen, denn bei Kenntnis der tatsächlichen Gewinnchancen würde er höchstwahrscheinlich nicht spielen. Dies würde den Tatbestand des Betrugs erfüllen.
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Das Schwarze Schaf im Januar 2010
Freeware-Downloads mit teuren Folgen
Anbieter: online-downloaden.de
Vorgang: Die Abofalle gehört wohl zu den bekanntesten und häufigsten Abzockmaschen im Internet. Besonders dreist ist, wenn ahnungslose User gar nicht direkt die entsprechende Internetseite besuchen, sondern über Werbe-Links auf die Website gelockt werden und man sie im Glauben lässt, das Angebot sei kostenlos. Diese Methode trifft u. a. auch auf die Seite online-downloaden.de zu, die OpSec Security in diesem Monat mit dem Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ auszeichnet.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Verbrauchermeldungen zufolge werden ahnungslose User durch Werbe-Links zu kostenlosen Downloads verschiedener Softwareprogramme, die sie zum Beispiel über ihren E-Mail-Account erhalten, auf die Website online-downloaden.de gelockt. Durch die direkte Weiterleitung zu dieser Seite merken sie gar nicht, dass sie sich auf einmal auf einer Homepage mit einem kostenpflichtigen Angebot befinden. Erst nachdem sie die gewünschte Software herunter geladen hatten, erfuhren die betroffenen Nutzer, dass sie ein Jahresabo für 84 Euro (sieben Euro im Monat) abgeschlossen haben. Ein Widerruf der Mitgliedschaft wurde nach Aussagen der User von der Firma abgelehnt mit der Begründung, dass durch den Download bereits eine Leistung erbracht wurde und damit das Widerrufsrecht erloschen sei. Stattdessen erhielten die Nutzer Zahlungsaufforderungen, Mahnungen und Klageandrohungen.
Insgesamt geht der Betreiber äußerst geschickt vor, um Verbraucher in eine Abofalle zu locken. So weist er auf der Startseite deutlich sichtbar auf die anfallenden Gebühren von sieben Euro pro Monat hin. Die User aber, die über einen Werbe- bzw. Downloadlink auf die Seite gelangen, sehen den Hinweis gar nicht, da sie direkt auf der Anmeldeseite landen, auf der nur sehr klein auf die Kosten hingewiesen wird. Abgesehen von dieser fiesen Masche ist es natürlich auch dreist, Geld zu fordern für das Downloaden von Software, die Hersteller normalerweise kostenfrei zur Verfügung stellen.
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Das Schwarze Schaf im Dezember 2009
Duftbäume statt Laptops – ein teures Produkt-Test-Abo
Anbieter: euceva.com
Vorgang: Attraktive und teure Produkte, wie z.B. Laptops oder Handys testen und anschließend als Dankeschön behalten dürfen – diesen Eindruck vermittelt zum Beispiel die Website euceva.com. Doch was zunächst verlockend erscheint, entpuppt sich – wie OpSec Security in diesem Monat gemeldet wurde – als Abofalle und häufig als großer Reinfall. Daher zeichnet OpSec die Betreiberfirma mit dem Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ für den Monat Dezember aus.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Die Internetseite euceva.com vermittelt den Eindruck, dass man hochwertige und teure Produkte, wie Küchenmaschinen, Telefone oder Laptops testen kann und diese anschließend behalten darf. Um Tester zu werden, muss man sich zuerst auf der Seite mit seinen Kontaktdaten bewerben. Dabei erfährt man jedoch nicht, dass man als Tester automatisch eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abschließt. Lediglich in den FAQ wird darauf hingewiesen, dass Kosten in Höhe von 7,80 € pro Monat bzw. 93,60 € pro Jahr als Aufwandsentschädigung entstehen. Darüber hinaus kritisieren betroffene Verbraucher, dass sie nach der Überweisung des Geldes anstatt der teuren Produkte lediglich Kleinigkeiten, wie einen Duftbaum, eine Waschmitteldosierhilfe oder einen Parfumteststreifen erhalten haben. Darauf wird jedoch auf der Homepage nicht explizit hingewiesen. Auf E-Mails von Testern nach anderen Produkten gab die Betreiberfirma laut den Meldungen keine konkrete Antwort.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass man nicht erfährt, für wen und wofür genau die Tests durchgeführt werden bzw. wo die Testergebnisse veröffentlicht werden. Zudem findet man auf verschiedenen Internetplattformen Einträge von Usern, die von nicht akzeptierten Widerrufen und Mahnungsschreibungen berichten.
Da die Betreiberfirma den Testern auf der Homepage nicht ausdrücklich zusichert, dass sie teure Artikel testen und behalten können, kann man ihr Vorgehen zwar nicht als Betrug bezeichnen. Da sie jedoch den Anschein erweckt, man würde hochwertige Ware testen und anschließend behalten können, da auf der Website solche Produkte als aktuelle und vergangene Testbeispiele präsentiert werden, kann man von einer bewussten Täuschung sprechen, die Verbraucher dazu veranlasst, das Geld für die einjährige Mitgliedschaft zu überweisen.
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Das Schwarze Schaf im November 2009
Geld weg statt verdoppelt
Anbieter: 100euro-in30tagen.net
Vorgang: WSchnell und ohne großen Aufwand 100 Euro einzahlen und nach einem Monat die doppelte Summe ausbezahlt bekommen – wer wünscht sich das nicht? Bei Versprechungen dieser Art sollten Verbraucher jedoch vorsichtig sein, denn im Internet lauern viele schwarze Schafe, die ihren Kunden nur das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Ein Beispiel ist Verbrauchermeldungen zufolge auch die Betreiberfirma der Seite 100euro-in30tagen.net, der OpSec Security (vormals P4M – Die InternetAgenten) aufgrund unseriöser Methoden den Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ für den Monat November verleiht.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Wie der Name der Website 100euro-in30tagen.net bereits verrät, verspricht der Betreiber dieser Seite, der Risikoinvestmentgeschäfte anbietet, einen Gewinn von 100 Euro nach 30 Tagen, wenn man 100 Euro investiert. Laut den Verbrauchermeldungen, die OpSec in diesem Monat erhalten hat, muss man das Geld auf ein ausländisches Konto überweisen und anschließend der Betreiberfirma per E-Mail die Einzahlung bestätigen. Wie jedoch betroffene User berichteten, konnten ihre E-Mails nicht zugestellt werden, da die Mailbox angeblich geschlossen war. Letztendlich haben die Nutzer Geld investiert, jedoch bisher nichts dafür erhalten. Dabei erweckt die Homepage den Anschein, als wäre eine Verdopplung der investierten Summe garantiert. Angeblich liegt die Erfolgschance bei 98 Prozent. Doch wie die Meldungen der betroffenen Verbraucher und auch Einträge in verschiedenen Internetforen zeigen, scheint dies nur eine Masche der Firma zu sein, um User zu ködern bzw. sie zur Einzahlung zu bewegen. Was dann jedoch mit dem Geld passiert, wie es angelegt wird und ob es überhaupt eingesetzt wird, kann der Kunde nicht nachvollziehen. Die Seite ist insgesamt sehr unübersichtlich gestaltet und wirkt äußerst unprofessionell. Während der Anbieter einerseits auf der gesamten Seite betont, dass sich die eingezahlte Summe verdoppelt, weist er andererseits nur an einer Stelle kurz darauf hin, dass der Einsatz auf eigenes Risiko erfolgt und keine rechtlichen Ansprüche bestehen, falls die Investition nicht erfolgreich war. Damit wird das tatsächliche Risiko eines solchen Investmentgeschäftes fahrlässig heruntergespielt. Da die Firma ihren Sitz in der Schweiz hat und die Einzahlung über Online-Bezahlsysteme erfolgt, werden Kunden ihr Geld wohl nicht wieder sehen.
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Das Schwarze Schaf im Oktober 2009
Hohe Gebühren für kostenlose Gewinnspiele
Anbieter: gwinchance.eu
Vorgang: Wer an kostenlosen Online-Gewinnspielen teilnimmt, kann unter Umständen böse Überraschungen erleben. Im Internet tummeln sich viele unseriöse Firmen, die User mit geschickten Maschen austricksen, um an ihre Bankdaten und damit an ihr Geld zu gelangen. Dazu gehört Verbrauchermeldungen zufolge auch die Betreiberfirma der Seite gwinchance.eu, die OpSec Security (vormals P4M – Die InternetAgenten) daher mit dem Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ für den Monat Oktober ausgezeichnet hat.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Wie Verbraucher OpSec in diesem Monat schrieben, erhielten sie plötzlich Anrufe vom Betreiber der Seite gwinchance.eu, nachdem sie ihre Daten, wie Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse zuvor im Rahmen eines kostenlosen Gewinnspiels im Internet angegeben, jedoch nicht die Website gwinchance.eu besucht hatten. Am Telefon wurde ihnen nach eigenen Angaben mitgeteilt, sie hätten ein 24-monatiges Abonnement abgeschlossen und müssten nun monatlich Gebühren zahlen. Möglich wäre eine Verkürzung des Abos auf drei Monate, jedoch würden dann 59 Euro Gebühren anfallen, obwohl in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Firma von acht Euro pro Monat die Rede ist. Um den Usern geschickt ihre Bankdaten zu entlocken, um anschließend Geld abzubuchen, bat die Firma die Nutzer am Telefon darum, ihr die Bankdaten angeblich zwecks Datenabgleich zu nennen, wenn sie kündigen wollen. Ansonsten würde der Vertrag 24 Monate weiterlaufen. In Internetforen berichten sogar einige User, dass sie die Gewinnspielseite lediglich angeklickt, sich jedoch nicht registriert haben und trotzdem von der Firma angerufen wurden. Dies könnte eventuell ein Hinweis auf einen illegalen Datenhandel sein, den die Firma möglicherweise betreibt.
Telefonanrufe dieser Art unterliegen inzwischen dem unlauteren Wettbewerb und sind als Spam zu werten. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Seite gwinchance.eu sind zwar gleich auf der Startseite zu finden, jedoch sehr klein und aus ihnen wird nicht genau ersichtlich, welche Leistungen der Betreiber der Seite konkret erbringt.
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Das Schwarze Schaf im September 2009
Die Tücken der Internetkreditvermittlung
Anbieter: danaro-invest.de (Danaro Invest GmbH)
Vorgang: Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise haben unseriöse Kreditvermittler Hochkonjunktur. Mit dem Versprechen, Kunden unkompliziert und ohne Schufa-Abfrage Kredite zu vermitteln, nutzen sie finanzielle Engpässe von Verbrauchern und ihren Wunsch, leicht an Geld zu gelangen, aus. Laut Verbrauchermeldungen trifft dies auch auf die Kreditvermittlung Danaro Invest (danaro-invest.de) zu. Statt eines Kredits, der ihnen versprochen wurde, erhielten die betroffenen Verbraucher Anträge für Versicherungen sowie eine Rechnung für eine Bearbeitungsgebühr. Dies veranlasste OpSec Security (vormals P4M – Die InternetAgenten) dazu, dem Anbieter den Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ für den Monat September zu verleihen.
Die Masche des Schwarzen Schafes: „Kredit abgelehnt? Das muss nicht sein!“ – Mit diesem Slogan wirbt die Firma Danaro Invest GmbH auf ihrer Internetseite danaro-invest.de für die Vermittlung von Krediten. Im Angebot befinden sich u.a. Sofort- und Sonderkredite; der Auftritt wirkt insgesamt seriös. Wie jedoch ein Verbraucher OpSec in diesem Monat mitteilte und auch verschiedenen Erfahrungsberichten im Internet zu entnehmen ist, scheint sich die Firma äußerst unseriös zu verhalten. So erhielten betroffene Verbraucher nach der Eingabe ihrer Daten statt eines Kredits, der ihnen versprochen wurde, per Post Anträge auf Grundwerte einer Wohnungsbaugesellschaft oder Versicherungsanträge. Häufig wird Kunden dabei vorgegaukelt, dass der Abschluss eines bestimmten Vertrags eine Sicherheit darstellt, die die Chancen auf eine Kreditgewährung erhöht. Wie jedoch in Gerichtsurteilen bereits festgestellt wurde, ist ein solches Verhalten wettbewerbswidrig und somit unzulässig. Dreist ist zudem, dass die Firma Kunden, laut Verbrauchermeldungen, eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von knapp 50 Euro in Rechnung stellt, obwohl überhaupt keine Kreditvermittlung stattgefunden hat.
Verschiedene Verbraucherzentralen warnen bereits vor Danaro Invest und anderen unseriösen Kreditvermittlern. Außerdem wurde Danaro Invest durch ein Gerichtsurteil verboten, Spam-Mails zu verschicken, in denen Kreditanwärter dazu gedrängt werden, Versicherungen oder ähnliche Verträge abzuschließen, um ihre Kreditchancen zu erhöhen. In einem weiteren Urteil wurde entschieden, dass die Firma ihren Kunden keine Zusatzverträge aufdrängen darf.
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Das Schwarze Schaf im August 2009
Anbieter: ...
Vorgang: ...
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Das Schwarze Schaf im Juli 2009
Böse Überraschung auf der Mobiltelefonrechnung
Anbieter: Funmobile 8383 Copyright Management
Vorgang: Abofallen sind im Internet weit verbreitet. Dabei lassen sich die Anbieter immer wieder neue Methoden einfallen, um Verbraucher geschickt auszutricksen. In diesem Monat erregte die Firma Funmobile 8383 Copyright Management mit einer dreisten Masche die Aufmerksamkeit von OpSec (vormals P4M- Die InternetAgenten) und veranlasste die Mitarbeiter dazu, ihr den Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ für den Monat Juli zu verleihen.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Durch eine Benachrichtigung auf Facebook über einen IQ-Test, den angeblich auch schon Freunde gemacht haben, wurden Verbraucher – wie OpSec in diesem Monat von Usern gemeldet wurde – von der Firma Funmobile 8383 Copyright Management, die ihren Sitz in Hongkong hat, auf die Seite http://de.funtest.me/?a=599&l=5002099 gelockt. Der Test besteht aus nur wenigen Fragen, wie z. B. „Wer war der erste Mann auf dem Mond?“. Um das Testergebnis zu erhalten, muss man sein Geschlecht, seine Mobilfunknummer und den Namen seines Mobilfunkanbieters angeben. Laut den Verbrauchermeldungen erhielten die betroffenen User später per SMS Nachrichten des Anbieters wie „Schachspielen trainiert Dein Gehirn“. Die böse Überraschung folgte jedoch erst mit Erhalt der Mobilfunkrechnung. Wöchentlich wurden den Nutzern teure SMS von der Firma Funmobile 8383 Copyright Management berechnet. Dass der Test jedoch kostenpflichtig ist bzw. man dafür ein Abo abschließen muss, war für die Nutzer vorher nicht auf Anhieb ersichtlich, da die Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf der Internetseite erst beim Scrollen zu finden sind. Zudem sind sie in einen sehr klein gedruckten Fließtext eingefügt, der blass und damit sehr unauffällig ist. An dieser Stelle sind die Kosten mit 8,97 € pro Woche für drei SMS à 2,99€ angegeben. Darüber hinaus erfolgt die Zustimmung zu den AGB’s lediglich über die Eingabe der Telefonnummer und den Aktivierungspin.
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Das Schwarze Schaf im Juni 2009
60 Euro für kostenlose Software
Anbieter: 99downloads.de
Vorgang: Im Internet lauern viele schwarze Schafe, die versuchen, mit dem Angebot kostenloser Software ein lukratives Geschäft zu machen. Dazu zählt auch die Seite 99downloads.de. Wie gleich mehrere User OpSec (vormals P4M- Die InternetAgenten) in diesem Monat mitteilten, wurden sie für das Downloaden von Freeware in ein kostenpflichtiges Abo gelockt.
Die Masche des Schwarzen Schafes: 99download.de bietet nach eigenen Aussagen 99 der gängigsten Free- und Software zum Download an und wirbt damit, dass die Software zu 100 Prozent virenfrei sei. Doch wer glaubt, die dort angebotene Freeware kostenlos herunterladen zu können, täuscht, denn für die Nutzung des Services verlangt die Betreiberfirma 60 Euro. Diese Gebühr für ein Jahresabo schien jedoch laut Verbrauchermeldungen bis vor kurzem nicht klar auf der Seite sichtbar ausgewiesen zu sein, so dass die betroffenen User erst davon erfuhren, als sie per E-Mail eine Rechnung erhielten. Wie Verbraucher OpSec meldeten und wie aus verschiedenen Internetforen zu entnehmen ist, gelangt man häufig über so genannte Landingpages zu 99downloads.de, auf denen der Hinweis auf die Gebühren teilweise versteckt oder widersprüchlich ist. Zudem erscheint der Hinweis laut verschiedener Meldungen auch nicht direkt, wenn man zu 99downloads.de weitergeleitet wird. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass es den Verbrauchermeldungen zufolge schwierig ist, der Firma den Widerruf des Abonnements zukommen zu lassen. Zudem scheint der Betreiber die Widerrufsfrist nicht einzuhalten bzw. diese bereits vor der Frist als abgelaufen zu bezeichnen. Zahlten die betroffenen User nicht, so erhielten sie Mahnungen und Drohungen von Inkassofirmen.
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Das Schwarze Schaf im Mai 2009
Von kostenlos zu kostenpflichtig – eine besonders dreiste Abofalle
Anbieter: fabriken.de
Vorgang: Opfer einer besonders dreisten Abofalle wurden in diesem Monat User der Online-Plattform fabriken.de. Wie mehrere betroffene Nutzer OpSec (vormals P4M- Die InternetAgenten) mitteilten, wandelte der Betreiber einst kostenlose Mitgliedschaften für die Nutzung der Seite in kostenpflichtige um, wobei er die Mitglieder lediglich in einem Newsletter darüber informierte. Dies ist jedoch nicht ausreichend, da es für eine Änderung von Teilnahmebedingungen der ausdrücklichen Zustimmung des Kunden bedarf.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Fabriken.de ist eine Informations- Download- und Kommunikationsplattform rund um die Themen Fabrikverkauf und Outlets. Um die Angebote und Informationen der Seite nutzen zu können, muss man sich jedoch erst einmal anmelden. Bis zum 01.02.2009 war die Mitgliedschaft noch kostenlos, womit die Betreiberfirma auch noch bis Mitte Januar warb. Dann jedoch wandelte sie die kostenlose Mitgliedschaft in eine kostenpflichtige um und gab dies lediglich in einem Newsletter am 14. Januar 2009 (Ausg. 3) bekannt. In diesem wurde den Mitgliedern mitgeteilt, dass die Teilnahmebedingungen geändert würden und sie ab dem ersten Februar sieben Euro pro Monat im Voraus für ein Jahr bei einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten zahlen müssten. Sofern man seine Mitgliedschaft nach Erhalt dieser Mitteilung nicht innerhalb von 14 Tagen kündige, werde sie automatisch in eine kostenpflichtige umgewandelt.
Es ist jedoch nicht zulässig, eine kostenlose Mitgliedschaft ohne die ausdrückliche Zustimmung des Kunden in eine kostenpflichtige umzuwandeln. Auch eine nachträgliche Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen bedarf einer expliziten Zustimmung des Nutzers. Wie verärgerte User, die nicht gekündigt und nicht bezahlt haben, OpSec mitteilten, erhielten sie mehrere Zahlungsaufforderungen und Drohungen, dass der Betreiber gerichtliche Schritte gegen sie einleiten würde, wenn sie nicht zahlten. Besonders dreist ist, dass ein betroffener Nutzer lediglich den Newsletter abonniert hatte und nun dafür zur Kasse gebeten wird. Da die Mitglieder über die neuen Kosten nur über den Newsletter informiert wurden, liegt der Verdacht nahe, dass der Betreiber die Mitglieder bewusst täuschen wollte, da man davon ausgehen muss, dass nicht alle Nutzer den Newsletter lesen.
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Das Schwarze Schaf im April 2009
Online-Shopping ohne Happy End
Anbieter: 1a-vogtland.de
Vorgang: Immer mehr Verbraucher schätzen die Vorteile und Bequemlichkeiten des Online-Shoppings – doch nicht immer verläuft der Einkauf im Internet reibungslos. Dies mussten z.B. auch Nutzer des Online-Versandhandels 1a-vogtland feststellen. Wie die betroffenen Kunden OpSec (vormals P4M – Die InternetAgenten) in diesem Monat mitteilten, erwies sich dieser Anbieter als äußerst unzuverlässig bei der Lieferung und der Zurückerstattung des Kaufpreises.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Wie den Verbrauchermeldungen und auch verschiedenen Forenbeiträgen im Internet zu entnehmen ist, kommt es bei dem Online-Versandhandel 1a-vogtland.de, der Produkte aus den verschiedensten Bereichen (u.a. Beauty/Gesundheit, Freizeit/Wohnen, Haushalt und Garten) anbietet, zu Schwierigkeiten bei der Lieferung und Stornierung der Ware. So wurden den eingegangenen Meldungen zufolge bereits bestellte und bezahlte Produkte nicht geliefert und bei einer Stornierung wurde der Kaufpreis nicht zurückerstattet. Laut Erfahrungsberichten scheint es außerdem äußerst schwierig zu sein, den Anbieter über die gebührenpflichtige Telefonhotline oder per E-Mail zu erreichen. Zudem ergaben Recherchen von OpSec, dass in verschiedenen Internetforen davon gesprochen wird, dass gegen die Betreiberfirma bereits Strafanzeigen bei der Polizei in Sachsen vorliegen.
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Das Schwarze Schaf im März 2009
Wenn das Schicksal zur Kostenfalle wird
Anbieter: deinschicksal.cc
Vorgang: Die Abofalle zählt wohl zu den häufigsten Betrugsmaschen im Internet und stellt somit ein ernstes Problem für Verbraucher dar. Erst kürzlich ließ die Staatsanwaltschaft Frankfurt Hausdurchsuchungen im Rahmen von Ermittlungen gegen Betreiber von Abofallen durchführen. Auch OpSec (vormals P4M – Die InternetAgenten) erhielt in diesem Monat zahlreiche Meldungen von Internetusern, die in eine solche Kostenfalle gelockt wurden. Als besonders dreist entpuppte sich dabei die Methode der Seite deinschicksal.cc.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Durch den Versand verschiedener Spam-E-Mails, die Nachrichten wie „Sie werden sterben“ enthalten, lockt die Betreiberfirma ahnungslose User auf ihre Seite deinschicksal.cc. Der große Schriftzug „Jetzt Testen“ auf der Startseite erweckt zunächst den Eindruck, man könnte einen kostenlosen Probe-Schicksalstest starten. Dass dies jedoch nicht der Fall ist, erfahren viele User meist erst, wenn sie eine Rechnung erhalten und es zu spät ist. Denn zum einen sind die Kosten in einem Fließtext geschickt versteckt, und zum anderen erhielten betroffene Nutzer selbst dann eine Bestätigungsmail mit einem Passwort sowie anschließend eine Rechnung, wenn sie überhaupt keine Daten angegeben und auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht bestätigt haben. Dies ist technisch möglich, da die Firma beim Einloggen die IP-Adresse feststellen kann. Zahlen User die Rechnung nicht, folgen laut Verbrauchermeldungen Mahnungen und Drohungen. Auffällig ist zudem, dass betroffene User berichten, Mahnungen zu erhalten, obwohl sie die Seite gar nicht besucht haben, was auf einen Datenmissbrauch von Seiten des Betreibers schließen lassen würde. Auch die Widerrufsbestimmungen sind äußerst zweifelhaft. So würde nach Angabe des Betreibers das Widerrufsrecht durch das Einloggen in den geschlossenen Mitgliederbereich vorzeitig erlischen. Dabei beginnt die Ausführung der Dienstleistung, also der Schicksalstest, nicht automatisch mit dem Log in.
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Das Schwarze Schaf im Februar 2009
Abzocke mit unseriösen Heimarbeitsangeboten
Anbieter: glo-mail.info (Betreiberfirma: Global-FX)
Vorgang: Bequem von zu Hause aus arbeiten und mit leichter PC-Arbeit Geld verdienen – dies bietet die Firma Global-FX auf ihrer Website glo-mail.info an. Wie P4M in diesem Monat jedoch gemeldet wurde, scheint das auf den ersten Blick verlockende Angebot aber weder lukrativ noch seriös zu sein.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Die Firma Global-FX wirbt auf ihrer Internetseite glo-mail.info mit einfacher und seriöser PC-Heimarbeit, mit der man haupt- oder nebenberuflich bequem Geld verdienen kann, ohne das einem dabei Kosten entstehen. Dies ist jedoch laut der Meldung, die P4M erhalten hat, und genauer Prüfung der Website nicht richtig, da man nur Servicemitarbeiter werden kann, wenn man Kunde ist und eBooks der Firma gekauft hat. Die Bestellung der „kostenlosen“ Schulungsunterlagen ist dabei an den Kauf bestimmter eBooks, die 40 Euro bzw. 90 Euro kosten, gekoppelt, man erhält sie also nicht bei jeder Bestellung. Dies wird jedoch erst ersichtlich, wenn viele Nutzer bereits von dem PC-Heimangebot überzeugt sind. Zu den weiteren Kritikpunkten gehören die laienhaften Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die eher der Eigenwerbung zu dienen scheinen als der rechtlichen Aufklärung. Auffällig ist auch, dass sich das Unternehmen übertrieben große Mühe gibt, seriös zu wirken, z.B. durch Warnhinweise vor angeblichen Betrügern und Trittbrettfahrern und den Link zum Verbraucherschutz Internet Verein. Dieser hat jedoch nichts mit dem normalen Verbraucherschutz zu tun. In verschiedenen Internetforen wird er ebenfalls als unseriös beschrieben und zudem vermuten Nutzer, dass er möglicher Weise auch von Global-FX mitbetrieben wird. Insgesamt wirkt die Seite glo-mail.info äußerst unübersichtlich. Unklar bleibt außerdem, wie der eigentliche Job genau aussehen würde.
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Das Schwarze Schaf im Januar 2009
Internetlotto mit vielen Tücken
Anbieter: starlotto.de
Vorgang: Das Onlineportal starlotto.de animiert User mit der Aussicht auf attraktive Geld- und Sachpreise zur Teilnahme am kostenlosen Internetlotto. Doch statt toller Preise gibt es für zahlreiche Nutzer nur böse Überraschungen.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Die Internetseite starlotto.de lockt mit Gewinnen in Höhe von bis zu einer Million Euro, von denen User wohl nur träumen können. Denn die Realität sieht, wie P4M in diesem Monat gemeldet wurde und wie aus zahlreichen negativen Erfahrungsberichten in Onlineforen hervorgeht, in vielen Fällen anders aus. Den Verbrauchermeldungen zufolge werden Gewinne häufig gar nicht oder aber nicht vollständig ausgezahlt. So meldete eine betroffene Nutzerin P4M, dass der Betreiber der Seite ihr anstatt ihres Gewinns in Höhe von 57 Euro lediglich 12,50 Euro auszahlen wollte. Um überhaupt die Chance auf eine Gewinnauszahlung zu erhalten, muss man auf seinem Teilnehmerkonto ein Guthaben von mindestens 25 Euro angesammelt haben. Dies kann bei den häufig niedrigen Gewinnbeträgen recht lange dauern oder ist gar nicht erst möglich, da die Gewinne unter Umständen in der Zwischenzeit verfallen. Darüber hinaus entstehen bei Gewinnen auch Kosten für die Nutzer, die vorher nicht wirklich ersichtlich sind. In den schlecht formulierten Teilnahmebedingungen, die man zudem nicht auf der Startseite, sondern nur unter der Rubrik „Regeln“ findet, wird lediglich ein Beispiel für die Höhe einer Bearbeitungsgebühr genannt, die bei der Gewinneinlösung fällig wird. Kosten verursacht auch die Kontaktaufnahme mit dem Betreiber, die nur über ein Kontaktformular möglich ist. Der Haken daran ist, dass man zum Absenden dieses Onlineformulars laut den Erfahrungsberichten eine kostenpflichtige Telefonnummer anrufen muss, um sich einen Code durchgeben zu lassen, den man anschließend in das Kontaktformular einfügen soll. Zu den weiteren Kritikpunkten zählen das nicht vorhandene Impressum und dass die Betreiberfirma für eigene Werbezwecke von jedem Gewinner ein farbiges Passfoto als Bedingung für die Gewinnauszahlung verlangt, was nicht zulässig ist.
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Das Schwarze Schaf im Dezember 2008
Teures Abo für kostenlose Software
Anbieter: opendownload.de
Vorgang: Die Internetseite opendownload.de bietet verschiedene Softwareprogramme zum Download an – vermutlich ausschließlich solche, die von den Herstellern kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Doch wer annimmt, dass er sich die Software auf dieser Seite kostenlos herunterladen kann, wie auch der Name der Seite suggeriert, irrt, denn die Nutzung der Angebote erfordert eine kostenpflichtige Registrierung. Die Startseite enthält jedoch keinen Hinweis darauf und viele Nutzer werden somit in eine Abofalle gelockt.
Die Masche des Schwarzen Schafes: In diesem Monat erhielten die InternetAgenten mehrere Meldungen von Verbrauchern, die sich über die Internetseite opendownload.de beschwerten. Ein Hauptkritikpunkt ist, dass sich auf der Startseite kein Hinweis darauf befindet, dass das Downloaden der Softwareprogramme kostenpflichtig ist bzw. man erst Mitglied werden muss, um das Angebot überhaupt nutzen zu können. Wie die betroffenen User schrieben, wurden sie erst durch eine Rechnung der Betreiberfirma darauf aufmerksam, dass sie mit der Anmeldung ein 2-Jahres-Abonnement in Höhe von 96 Euro pro Jahr abgeschlossen haben. Die Mitgliedschaft wird zwar auf der Startseite unter dem Punkt „Vorteile für Mitglieder“ erwähnt, doch daraus schließt man eher, dass man als Mitglied erweiterte Nutzungsmöglichkeiten hat, nicht jedoch, dass eine Mitgliedschaft für die Nutzung erforderlich ist. Ein weiterer Kritikpunkt liegt in der Widerrufsbelehrung. So heißt es auf der Seite, dass das Widerrufsrecht des Kunden vorzeitig erlischt, wenn der Anbieter mit der Ausführung der Leistung mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden vor Ende der Widerrufsfrist begonnen hat oder der Kunde diese selbst veranlasst hat. Dies ist jedoch nicht zulässig, da das Widerrufsrecht nicht durch den Verkäufer eingeschränkt werden darf. Zudem bezieht sich das Widerrufsrecht auch nicht auf den Download der Software, sondern auf den Abschluss des kostenpflichtigen Abonnements. Zahlen die betroffenen Nutzer nicht direkt bzw. widersprechen sie, wird ihnen gleich mit einem Anwalt gedroht. Auch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz veröffentlichte kürzlich aufgrund zahlreicher Anfragen zum Anbieter dieser Seite eine Pressemeldung, in der sie Verbraucher vor dem Angebot warnt. Sie rät Betroffenen, Zahlungsaufforderungen des Betreibers mit der Begründung zurückzuweisen, dass kein rechtskräftiger Vertrag zustande gekommen sei.
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Das Schwarze Schaf im November 2008
Abzocke mit Scheinangeboten?
Anbieter: melango.de
Vorgang: Mit Sonderangeboten und Restposten lockt die B2B-Plattform melango.de Gewerbetreibende auf ihre Seite. Doch wer auf eine reibungslose Kaufabwicklung hofft, wird nicht selten enttäuscht, da laut Verbrauchermeldungen Waren häufig nicht geliefert werden, der Betreiber jedoch trotzdem eine Vermittlungs- bzw. Bearbeitungsgebühr einbehält.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Ob Bücher, Schmuck, Kleidung oder Elektronik-Artikel – die Plattform melango.de bietet Gewerbetreibenden Produkte verschiedenster Branchen zu besonders günstigen Preisen an. Dabei tritt der Betreiber als Vermittler auf und berechnet für jede Bestellung eine Vermittlungs- bzw. Bearbeitungsgebühr. Dass bei den Kaufabwicklungen jedoch häufig Probleme auftreten, die für Ärger bei den Kunden sorgen, belegen verschiedene Meldungen von Betroffenen, die P4M in diesem Monat erhalten hat. So berichtete ein Kunde, dass melango.de seine Bestellung mit der Begründung stornierte, dass sich der entsprechende Händler nicht meldet. Obwohl die Stornierung von Seiten des Portals erfolgte, wurde dem Käufer dafür eine Gebühr in Rechnung gestellt. Andere Kunden kritisierten, dass bestellte Ware als nicht lieferbar gilt, obwohl die entsprechenden Produkte zum Zeitpunkt der Bestellung auf der Website als verfügbar angezeigt wurden. Daraufhin wurde den betroffenen Kunden zwar der bereits im Voraus bezahlte Kaufpreis zurückerstattet, jedoch behielt melango.de eine Vermittlungsgebühr ein. Auch in verschiedenen Internetforen beschweren sich zahlreiche User über die unseriösen Geschäftspraktiken des Portals, vor allem über das Einbehalten der Bearbeitungsgebühr, obwohl die Ware nicht geliefert wurde. Anhand der vielen und vor allem ähnlichen Erfahrungsberichte liegt der Verdacht nahe, dass melango.de neben tatsächlichen auch Scheinangebote bereithält, um die Vermittlungsgebühren kassieren zu können. Zudem fällt auf, dass die Startseite der Plattform sehr unübersichtlich ist und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die teilweise unklar formuliert sind, nicht auf Anhieb zu finden sind.
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Das Schwarze Schaf im Oktober 2008
User um Gewinne geprellt
Anbieter: europacasino.com
Vorgang: Ob Blackjack, Poker oder Roulette – immer mehr Online-Kasinos bieten diese und andere Glücksspiele an. Doch nicht jeder Anbieter scheint seriös zu sein. So wurde P4M in diesem Monat gemeldet, dass das Online-Kasino europacasino.com Gewinne unter fadenscheinigen Ausreden nicht ausbezahlt hat.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Das Europa Casino bezeichnet sich selbst als eines der führenden Full-Service Online-Kasinos auf dem Markt. Dass User, die beim Spielen gewonnen haben, jedoch nicht selten enttäuscht werden, zeigen sowohl die Meldung, die P4M in diesem Monat erhalten hat, als auch zahlreiche Forenbeiträge. Das Hauptproblem besteht demnach darin, dass Gewinne nicht ausbezahlt werden, was bei den teilweise hohen Summen, die die User für die Spiele eingezahlt haben, sehr ärgerlich ist. Zudem äußern User in Online-Foren öfter den Verdacht, dass die Spiele manipuliert wurden und beim Roulette teilweise unmögliche Zahlenkombinationen erschienen.
Für Verwirrung sorgen außerdem die Nutzungsbedingungen auf der Homepage. So werden zum Beispiel unter Punkt 8.4.1 Gebühren und Beträge genannt, die dem Nutzer bei einer Auszahlung von seinem Spielerkonto abgezogen werden, ohne dass ersichtlich ist, wie hoch sie sind und warum sie fällig werden. Unter dem Punkt 9.6 werden User darauf aufmerksam gemacht, dass sich das Kasino das Recht vorbehält, die Gewinne einzubehalten, wenn es den Verdacht hegt, dass der Spieler missbräuchlich oder betrügerisch gehandelt hat. Somit kann der Anbieter im Grunde jederzeit unter der Angabe, es läge der Verdacht betrügerischer Aktivitäten vor, eine Gewinnauszahlung verweigern. Das Europa Kasino besitzt zudem eine kanadische Lizenz, so dass nach deutschem Recht nach dem Gambelli-Urteil des Europäischen Gerichtshofs strittig ist, ob es überhaupt legal agiert.
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Das Schwarze Schaf im September 2008
Kostenpflichtige Gebote – viele Verlierer, ein Gewinner
Anbieter: tencents.de
Vorgang: Auf den ersten Blick erscheint die Auktionsplattform tencents.de wie ein Shoppingparadies für hochwertige Elektronik-Artikel: So liegen die Auktions-Startpreise zum Beispiel für Laptops oder Digitalkameras bei unter einem Euro. Doch die Plattform birgt einige Tücken, wie zum Beispiel die Tatsache, dass das Bieten kostenpflichtig ist – so müssen User Geld zahlen, auch wenn sie am Ende leer ausgehen.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Die Auktionsplattform tencents.de lockt mit attraktiven Produkten, die zu sensationell günstigen Preisen ersteigert werden können. Doch aus der anfänglichen Vorfreude auf tolle Schnäppchen wurde bei vielen Usern schnell Frustration, wie den Meldungen, die P4M erhielt, und zahlreichen Userbeiträgen in verschiedenen Internetforen zu entnehmen ist. Um überhaupt bieten zu können, muss man zunächst ein Bietpaket, das so genannte Centpack, erwerben, das zu 20, 40, 60, 80, 100 und 200 Geboten erhältlich ist. Dies erfährt man jedoch erst, wenn man sich kostenlos auf der Seite angemeldet hat. Die Gebote steigen immer in einem 10 Cent-Rhythmus, ein Gebot kostet die Mitbietenden jedoch 50 Cent. Auch dies ist nicht auf Anhieb ersichtlich. Zwischen dem Preis eines Gebotsrechts und der Steigerung des nominellen Wertes bei der Abgabe eines Gebotes besteht ein auffälliges Missverhältnis. Die Gewinnspanne beträgt in der Regel 400 Prozent oder sogar mehr, da die Produkte nach dem nominellen Versteigerungswert den Recherchen von P4M zufolge nicht häufig unter dem normalen Einkaufswert versteigert werden.
Ein weiterer Kritikpunkt an tencents.de ist, dass sich laut den verärgerten Usern der Auktionscountdown immer um eine weitere Minute verlängert, sobald ein neues Gebot abgegeben wird. Es gibt demnach kein zeitliches Limit wie bei anderen Auktionsplattformen, nach dem man sich richten kann. User beschwerten sich zudem über die schlechte Kommunikation mit dem Betreiber.
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Das Schwarze Schaf im August 2008
Schnäppchenfrust statt Schnäppchenlust!
Anbieter: TopVision24.de
Vorgang: „Shopping in einer neuen Dimension! Sechs Produkte auf sechs Kanälen … zu unschlagbaren Preisen!“ – mit diesem verheißungsvollen Slogan animiert der Live-Shopping-Betreiber TopVision24.de seine Kunden zum Kauf. Im Angebot befinden sich hauptsächlich elektronische Produkte zu besonders günstigen Preisen. Doch leider entpuppt sich die anfängliche Schnäppchenlust nicht selten als Schnäppchenfrust. Die Masche des Schwarzen Schafes: Meldungen zufolge, die P4M im August erhalten hat, kam es in einigen Fällen zu Problemen beim Kauf und bei der Warenrückgabe. Auch in verschiedenen Internetforen tauschen sich User über die dubiosen Geschäftspraktiken des Live-Shopping-Betreibers aus. Mit interessanten Tagesangeboten versucht Topvision24.de seine Kunden zu ködern – die Besonderheit des Betreibers: Wer per Kreditkarte oder generell vorab bezahlt, soll mit Rabatten bei den sonst teuren Versandkosten belohnt werden. Mehreren Verbrauchermeldungen war jedoch zu entnehmen, dass das im Voraus bezahlte Produkt häufig nicht geliefert wurde. Hatte man Glück und erhielt den gewünschten Artikel, kam es vor, dass er beschädigt war oder nicht den Vorstellungen entsprach. Möchte man die Ware zum Beispiel bei Nichtgefallen wieder zurückschicken, folgte in den gemeldeten Fällen die nächste Enttäuschung, denn viele Kunden warteten monatelang auf ihre Kostenrückerstattung. Eine persönliche Kontaktaufnahme zu dem Betreiber schien äußerst schwierig zu sein. Wählte man die Telefonnummer, die auf der Rechnung angegeben war, gelangte man an eine Bandansage, die Faxnummer funktionierte nicht und auf E-Mails erhielt man keine Antwort, wie betroffene User berichteten.
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Das Schwarze Schaf im Juli 2008
Hohe Rechnung für kostenloses Schnupperangebot
Anbieter: easyhomespace.de
Vorgang: „Jetzt kostenlose Homepage testen und mit dem Homepage-Creator kinderleicht eigene Homepage bauen“ – mit dieser Anzeige wirbt die Seite easyhomespace.de im Internet. Doch anstatt einer fertigen Website erhielten die Nutzer eine hohe Rechnung für einen ungewollten Jahresbeitrag.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Auch in diesem Monat erhielten die InternetAgenten wieder zahlreiche Verbraucherzuschriften, darunter einige Beschwerden über den Online-Dienst easyhomespace.de. Wie die betroffenen User berichteten, gingen sie aufgrund der beworbenen zweiwöchigen Gratis-Schnupperaktion davon aus, dass sie sich ihre eigene Homepage kostenlos basteln können. Die böse Überraschung folgte dann nach Ablauf der Testphase: Anstatt einer funktionierenden Homepage flatterte ihnen eine Rechnung über 144 Euro für einen Jahresvertrag ins Haus. Eine Kündigung des Vertrags war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich, da die 14-tägige Widerrufsfrist mit dem Ende der Testphase abgelaufen war. Doch selbst eine fristgerechte Kündigung wurde den Meldungen zufolge ignoriert. Reagierten die Nutzer nicht auf die Zahlungsaufforderung, erhielten sie Mahnungen von einer Inkassogesellschaft.
Wie zahlreiche Foreneinträge beweisen, sind bereits sehr viele User auf die Masche des Betreibers hereingefallen. Recherchen von P4M ergaben zudem, dass der Inhaber der Betreiberfirma Ontecma auch mit anderen fragwürdigen Internetdiensten, wie logoo.de oder hellowinner.de in die Kritik geraten ist. Inzwischen ist die Seite easyhomespace.de zwar umgestellt und die Preise werden angezeigt. Jedoch finden sich im Internet immer noch Anzeigen, die zum zweiwöchigen Testangebot verlinken.
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Das Schwarze Schaf im Juni 2008
Gewinnversprechen als Abo-Köder
Anbieter: magolino.de
Vorgang: Mit Werbe-E-Mails, in denen attraktive Gewinne versprochen werden, lockt die Firma Magolino, ein Anbieter digitaler Magazine, ahnungslose User in eine Abo-Falle: Anstatt der in Aussicht gestellten Gewinne erhalten die User eine Rechnung für ein abgeschlossenes Abonnement.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Die InternetAgenten von P4M erhielten zahlreiche Meldungen von Verbrauchern, die auf die Masche der Firma Magolino hereingefallen sind. Den Schilderungen der betroffenen User zufolge, erhielten sie Werbe-E-Mails dieses Online-Anbieters, in denen ihnen ein Gewinn versprochen wurde. Dafür brauchten sie lediglich den entsprechenden Link in der E-Mail anzuklicken. Dass man durch einen einzigen Klick jedoch ein Jahres-Abonnement für knapp 90 Euro abschließt, erfährt man erst, wenn man das Kleingedruckte am Ende der Mail liest. Doch dann ist es meistens schon zu spät. In den gemeldeten Fällen erhielten die Nutzer anstelle des Gewinns eine Rechnung. In den Teilnahmebedingungen ist zwar die Rede von einem Widerrufsrecht, jedoch ist es kaum möglich, die angegebene Frist von 14 Tagen einzuhalten, da das Unternehmen den Meldungen zufolge Mails und Rechnungen erst nach diesem Zeitraum verschickt.
Da die Betroffenen zuvor in keinem Geschäftsverhältnis zu Magolino standen, stellt sich die Frage, wie die Firma an ihre E-Mailadressen gelangt ist. Möglich wäre, dass Magolino die Adressen von „Partnerfirmen“ erwirbt, die Gewinnspiele veranstalten und die persönlichen Daten der Teilnehmer für Werbezwecke speichern. Da sich die User gegenüber Magolino nicht einverstanden erklärt haben, Werbung zu erhalten, stellen diese Werbe-E-Mails eine unzumutbare Belästigung dar. Zudem handelt es sich anscheinend auch um irreführende Werbung, da aus den E-Mails nicht eindeutig hervorgeht, was genau beworben wird.
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Das Schwarze Schaf im Mai 2008
Teurer Newsletter anstatt Gratisproben
Anbieter: probenfever.de
Vorgang: Die Aufforderung „Melden Sie sich jetzt an und sichern Sie sich tolle gratis Produktproben“ auf der Seite probenfever.de wirkt mit Sicherheit auf viele User sehr verlockend. Doch wer glaubt, nach Angabe seiner Adresse in den kostenfreien Genuss attraktiver Warenproben zu gelangen, ohne dafür etwas bezahlen zu müssen, wird schnell enttäuscht. Denn anstatt Gratisproben erhielten die betroffene User in den P4M bekannten Fällen die Nachricht über ein abgeschlossenes, kostenpflichtiges Abonnement.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Die Masche des Betreibers der Internetseite probenfever.de, Ahmad Kakar, besteht darin, ahnungslose User in eine Abofalle zu locken – eine altbekannte Methode, die sehr dreist ist und für großen Ärger bei den Betroffenen sorgt. Der Anbieter ködert Nutzer mit dem Versand von Gratisproben. Die Anmeldung dafür ist ganz einfach. Was man jedoch nicht auf Anhieb wahrnimmt, sondern erst im Kleingedruckten im unteren Bereich auf der Seite findet, ist der Hinweis auf einen wöchentlichen Newsletter, den man mit der Anmeldung automatisch für ein Jahr abonniert und für den monatlich Kosten in Höhe von 6,50 Euro anfallen. Da der Hinweis zudem auch noch in einer Schriftfarbe gehalten ist, die sich nur schwach von der Farbe des Hintergrunds abhebt, ist er nur schwer zu lesen.
Neben der Verärgerung über das ungewollt abgeschlossene Abo kommt noch hinzu, dass die Gratisproben in den P4M gemeldeten Fällen gar nicht verschickt wurden. Das Angebot von kostenlosen Warenproben scheint insbesondere auf Jugendlich anziehend zu wirken. So erhielten die InternetAgenten gleich mehrere E-Mails von betroffenen Eltern, die zur Zahlung aufgefordert wurden, da sich ihre minderjährigen Kinder auf der Seite angemeldet hatten.
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Das Schwarze Schaf im April 2008
Mit anonymen Anrufen in Abofalle gelockt
Anbieter: nachbarschaftspost.com (Connection Enterprise Ltd.)
Vorgang: Zum zweiten Mal in Folge wird eine Nachbarschafts-Community mit dem Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ für die dreisteste Rechtsverletzung im Internet ausgezeichnet. Der Betreiber der Website nachbarschaftspost.com, die Firma Connection Enterprise Ltd. mit Sitz auf Tortola/ British Virgin Islands, sorgt derzeit mit einer ähnlichen Masche wie die des Betreibers der Seite nachbarschaft24.net für Aufsehen.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Statt durch Werbemails versucht der Betreiber von nachbarschaftspost.com die Verbraucher per Telefon zu erreichen und sie somit auf seine Seite zu locken. Laut den Meldungen, die P4M im April erhalten hat, wurde auch in diesen Fällen von einer vermeintlich wichtigen Nachricht eines Nachbars berichtet, die nach der kostenpflichtigen Registrierung unter einem bestimmen Code auf der Homepage abrufbar sein soll. Bei der Anmeldung schließt der neugierige Verbraucher jedoch einen Vertrag mit 24-monatiger Laufzeit und monatlichen Beiträgen ab.
Die Vertragsbestimmungen sind zwar auf der Website enthalten, jedoch durch unauffällige Gestaltung gut versteckt und durch die helle Schriftfarbe auf fast gleichfarbigem Hintergrund kaum lesbar. Nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW könnten Verträge wegen arglistiger Täuschung angefochten werden. Außerdem empfiehlt sie, die Zahlung zu verweigern. Auf ihrer Homepage www.vz-nrw.de bietet die Verbraucherzentrale einen Musterbrief, mit dem betroffene Nutzer der Forderung widersprechen können.
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Das Schwarze Schaf im März 2008
Abzockseiten erreichen eine neue Qualitätsstufe
Anbieter: netsolution FZE
Vorgang: Mit einer einfachen, jedoch sehr effektiven Masche lockt die Firma netsolution FZE mit Sitz im fernen Dubai Internetnutzer auf ihre Seite nachbarschaft24.net. Nach kostenpflichtiger Registrierung haben Nutzer die Möglichkeit, andere registrierte Mitglieder aus ihrer Nachbarschaft näher kennen zu lernen. Dass bei der Registrierung ein Vertrag mit zweijähriger Mindestlaufzeit und monatlichen Nutzungsgebühren in Höhe von neun Euro abgeschlossen wird, geht durchaus aus der Startseite und in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen hervor. Auch die gesetzliche Widerrufsfrist von Fernabsatzverträgen gemäß § 312 des BGB wird nicht umgangen. Die Masche des Schwarzen Schafes: Das „unlautere“ Wettbewerbsverhalten der Betreiberfirma zeigt sich in ihren Werbemaßnahmen. So verschickt das Support-Team der Website Internetusern E-Mails mit personalisierten Links. Gelockt werden die ahnungslosen Verbraucher mit Nachrichten, die angeblich jemand aus ihrer Nachbarschaft auf der Seite nachbarschaft24.net für sie hinterlassen habe. User, die dadurch neugierig geworden sind und den Link in der E-Mail anklicken, gelangen auf die Startseite der Website, auf der bereits ihre Kontaktdaten in die dafür vorgesehenen Felder eingetragen wurden. Unerfahrene Nutzer haben so nach nur zwei Klicks bereits einen gültigen Vertrag abgeschlossen. Gegen den Erhalt derartiger E-Mails können sich betroffene Nutzer jedoch wehren, da es sich dabei um eine unzumutbare Belästigung i.S.d. § 7, Abs. 2, Nr. 3 UWG und somit um eine unlautere Wettbewerbshandlung handelt, sofern der Nutzer vorher in keinerlei geschäftlicher Beziehung zu dem Unternehmen stand. Mehrmalige Versuche von P4M, mit dem Betreiber Kontakt aufzunehmen, um den Sachverhalt zu klären, blieben leider erfolglos.
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Das Schwarze Schaf im Februar 2008
Ärgernis Abofalle
Anbieter: System-Hosting GmbH
Vorgang: Gleich mit mehreren unseriösen Internet-Seiten fällt die Firma System-Hosting GmbH zurzeit negativ bei Online-Usern auf. Ob Vornamensammlung, weltweite Postleitzahlen oder Horoskope – die Dienstleistungsangebote der System-Hosting GmbH sind breit gefächert, jedoch locken sie in den meisten Fällen in eine Abofalle.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Besonders der Fall, der P4M gemeldet wurde, sticht dabei hervor: Nachdem die betroffene Userin auf der Seite plz-direkt.de, die von der Firma System-Hosting betrieben wird, die Postleitzahl der Wohnung einer Freundin recherchiert hatte, erhielt sie von dem Anbieter eine Rechnung per E-Mail, da sie mit ihrer Registrierung unwissentlich einen Vertrag abgeschlossen hatte. Dabei berief sich das Unternehmen auf eine IP-Adresse, wobei diese nicht mit der Anschrift der Userin übereinstimmte. Auffällig ist, dass sie in den E-Mails mit unterschiedlichen Namen angesprochen wurde, mal mit ihrem Namen, mal aber auch mit dem Namen ihrer Freundin, nach deren Postleitzahl sie gesucht hatte. Ungewöhnlich ist auch, dass sie alle E-Mails an Sonn- und Feiertagen früh morgens erhielt. Der Verbraucherin wurde mit der Einschaltung eines Rechtsanwalts und der Überwachung ihres Computers gedroht, wenn sie den Rechnungsbetrag nicht innerhalb kürzester Zeit überweise. Recherchen von P4M ergaben, dass die unterschiedlichen Seiten der Firma, darunter auch vornamen-jetzt.de oder wetter-today.de, alle nach demselben Muster gestrickt sind. Um die jeweilige Dienstleistung in Anspruch nehmen zu können, muss man sich auf der Startseite zunächst registrieren. Dabei ist jedoch auf Anhieb nicht ersichtlich, dass man damit automatisch ein kostenpflichtiges Abo abschließt.
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Das Schwarze Schaf im Januar 2008
Teure Schnäppchen aus China
Anbieter: Xin Net Technology Corporation
Vorgang: Ob Laptops, Drucker oder Kameras – die chinesische Firma Xin Net Technology Corporation, bei der es sich vermutlich um eine reine Briefkastenfirma handelt, bietet elektronische Geräte im Internet zu Schnäppchenpreisen an. Doch wer seine bestellten Produkte auch wirklich erhalten und sich Ärger ersparen möchte, sollte die vermeintlich günstigen Angebote besser meiden, denn die Gefahr ist groß, dass man die bereits bezahlte Ware nicht erhält und auch sein Geld nicht mehr wieder sieht.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Wie Recherchen von P4M ergaben, ändert die Firma in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen ihre Webadresse. Neben dem Verkauf auf ihrer Homepage bietet der Online-Händler auch über eBay Produkte an und verschickt Werbe-E-Mails an die Nutzer. In einem Fall, der P4M gemeldet wurde, bestellte ein User auf der Seite ebusiness-sell.com einen Laptop für 510 Euro inkl. Versandgebühren. Auf den ersten Blick schien es ein echtes Schnäppchen zu sein. Auf Anfrage wurde ihm zudem mitgeteilt, dass er auch keine Zollgebühren zahlen müsse, da die Ware als Geschenk verschickt werde. Doch weit gefehlt: Der betroffene Käufer wurde einige Tage später benachrichtigt, dass der Laptop doch beim Zoll gelandet sei und er daher zusätzlich 234 Euro zahlen müsse. Ansonsten würde er seine Ware nicht erhalten. Da eine Zahlung per Paypal nicht möglich war, überwies er das Geld direkt. Daraufhin wurde es still auf Seiten des Anbieters und der Kunde erhielt weder den bezahlten Laptop noch sein Geld, insgesamt 750 Euro, zurück. Die Internetseite, die zum Zeitpunkt dieser Meldung bereits inaktiv war, befindet sich zu Recht auf der Liste der größten chinesischen Betrüger.
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Das Schwarze Schaf im Dezember 2007
Rechnungen statt Millionen-Gewinne
Anbieter: millionenquiz.de
Vorgang: Wer hofft, mit dem Ratespiel auf der Internetseite millionenquiz.de reich und somit finanzielle Sorgen los zu werden, wird schnell enttäuscht. Wie Meldungen, die P4M im Dezember von Internetusern erhielt, und auch zahlreichen Internetforen zu entnehmen ist, lauern bei diesem Spiel versteckte Kosten. Statt hoher Gewinne flattern den Betroffenen teure Rechnungen der Betreiberfirma ad2internet GmbH ins Haus. Die Masche des Schwarzen Schafes: Noch bevor man sich registrieren kann, beginnt das Quiz direkt auf der Startseite mit fünf leichten Fragen, sozusagen zum Warmwerden. Beantwortet man diese richtig, hat man die erste Gewinnstufe von einem Euro erreicht und sich für die weiteren Gewinnspielrunden qualifiziert. Doch bevor man nun um höhere Beträge, im Idealfall um eine Million Euro, spielen kann, muss man sich zunächst einmal registrieren. An dieser Stelle nimmt das Übel seinen Lauf, denn pro Spiel werden den Teilnehmern jeweils zehn Euro berechnet. Diese Gebühren sind jedoch nicht auf der Startseite ersichtlich, sondern versteckt in den Teilnahmebedingungen bzw. den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die häufig nicht genau gelesen werden. Da Preisinformationen jedoch bei Abschluss eines Vertrags für den Verbraucher bereits auf der Startseite klar und deutlich zu erkennen sein müssen, raten Verbraucherschützer in solchen Fällen, die Zahlungen zu verweigern.
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Das Schwarze Schaf im November 2007
Mit vermeintlichen Gratis-SMS in Kostenfalle gelockt
Anbieter: smsfree24.de
Vorgang: smsfree24.de – bereits der Name dieses Online-Portals lässt auf einen kostenlosen und damit attraktiven Dienst schließen. Liest man dann auch noch direkt auf der Startseite die fette Headline „jetzt bis zu 100 SMS gratis sichern“, fühlt man sich in seinem Glauben, über diese Seite kostenlos SMS verschicken zu können, bestätigt. Die Masche des Schwarzen Schafes: Dieses scheinbar verlockende Angebot entpuppte sich in den P4M gemeldeten Fällen sowie in anderen Fällen, auf die P4M bei ihrer Recherche im Internet gestoßen ist, als fiese Masche, um ahnungslosen Internet-Usern ein Abo für zwei Jahre zu verkaufen. Der Hinweis auf die fälligen Gebühren ist erst ganz am Ende der Seite im Kleingedruckten versteckt, so dass er sehr leicht übersehen wird. Die betroffenen Verbraucher, die das Formular auf der Website lediglich ausfüllten, um eine Gratis-SMS zu verschicken, erhielten umgehend eine Rechnung. Zahlten die Opfer nicht, wurden sie mit Mahnungen und Schreiben eines Inkassounternehmens unter Druck gesetzt. Betreiber dieser und ähnlicher Seiten ist die britische Firma Micro SD 256 Ltd, die jedoch eine Postadresse in Flensburg hat. Tipps, um nicht in die Fallen von Internetabzockern zu geraten, gibt z.B. die Verbraucherzentrale Hessen in ihrem Flyer „Knete oder Knast – Tipps gegen Internetabzocker“, der kostenlos unter http://www.verbraucher-zentrale-hessen.de/download/internetabzocke.pdf erhältlich ist.
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Das Schwarze Schaf im Oktober 2007
Die Abzock-Masche der ***-Seiten
Anbieter: fabrik-einkauf.com
Vorgang: Was haben eine Seite für Kleidung, eine für die Karriere im Erotikbusiness und eine Medikamententester-Seite gemeinsam? Die traurige Antwort lautet: Die Betrugsfälle und die verantwortliche Betreiberin ***. Etliche Betroffene meldeten sich bei P4M allein im Oktober.
Die Masche des Schwarzen Schafes: Demnach lockt die Betreiberfirma RC Online Vermarktungsgesellschaft Ltd. mit Sitz in London potenzielle Kunden mit Werbe-E-Mails auf ihre Seiten fabrik-einkauf.com bzw. kaufgutein.com. Wer den mitgesandten Link anklickt, wird zwangsweise angemeldet. Kosten: 86 Euro. P4M hat das Lockangebot getestet. Auch wer direkt auf fabrik-einkauf.com geht, wird abgezockt. Jeder, der sich auf der Startseite einloggt, muss zahlen. Der Hinweis ist am Seitenende versteckt und nur durch gezieltes Herunterscrollen zu entdecken. Die übliche Widerrufsfrist zugunsten des Verbrauchers wird gezielt umgangen. Bei einmal genutzten Dienstleistungen, wie in diesem Fall, ist ein Rücktritt von dem Vertrag nicht mehr möglich. *** ist im Netz längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Sie betreibt zahlreiche ähnliche Shopseiten, wie erotik-karriere.com oder medikamententester.net. „Deshalb raten wir dringend, unbekannte E-Mails zu löschen und die AGB vorab genau zu lesen“, so P4M-Geschäftsführer Wolfgang Greipl. Auch vorab im Internet nach dem Anbieter zu recherchieren, bewahrt vor manchem Reinfall.
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Das Schwarze Schaf im September 2007
In jeder Beziehung ungünstig - angebliche Talkline-Schnäppchen.
Anbieter: eBay-Verkäufer mobile_discount_tarife und zahlreiche weitere Schwarze Schafe
Vorgang: Mobil und unbegrenzt telefonieren für nur 9,99 Euro im Monat - das ist der Traum jedes Vieltelefonierers. Mit diesem Angebot lockte auch der eBay-Verkäufer mobile_discount_tarife etliche Interessenten in die Falle. Der Verkäufer benutzte die Online-Plattform, um Mobilfunkverträge von Talkline mit Base-Tarif zu vermitteln. Im eBay-Angebot versprach er dem Kunden eine monatliche Auszahlung von 20,01 Euro pro Monat, auf Anfrage monatliche 30,01 Euro. In den P4M gemeldeten Fällen kam der Vertrag zwar zustande, die versprochenen Rückzahlungen blieben aber aus. Dafür häuften sich die Handykosten, trotz moderatem Telefonierens. Anstelle der erwarteten 9,99 Euro pro Monat erhält der Kunde Rechnungen von rund 50 Euro. Der Verkäufer sei weder per E-Mail noch telefonisch für eine Klärung erreichbar, so die Beschwerden. Damit nicht genug: In den nur eineinhalb Jahren seiner Verkäufertätigkeit bewerteten 95 Käufer den Anbieter negativ, davon nahmen 56 ihre Bewertung wohl nach erfolgter Lösung zurück, 39 blieben dabei. Einziges Trostpflaster: mobile_discount_tarife ist dank zahlreicher Beschwerden kein eBay-Mitglied mehr, der Account wurde gelöscht. Aktuell kursieren viele ähnlich gestrickte Betrugsangebote im Internet. Deswegen warnt P4M vor Nachahmern und vergleichbaren Offerten und ernennt mobile_discount_tarife stellvertretend zum Schwarzen Schaf des Monats September.
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Das Schwarze Schaf im August 2007
Deutscher Shop liefert nicht oder nicht fristgerecht - die Fälle betrogener Kunden häufen sich.
Anbieter: bilderjoker.de und imagejoker.de
Vorgang: Superschnäppchen, das scheint die Internetseite bilderjoker.de bzw. imagejoker.de anzupreisen. Aus der versprochenen Lieferzeit werden Monate. Sein Geld sieht der Kunde meist nie wieder. Und die bezahlte Ware ebenfalls nicht. Der Kunde wird mit günstigen Angeboten vom MP3-Player, über den Drucker bis zum Scanner gelockt. Die Bestellung ist nur gegen Vorkasse möglich. Die Ware liefert bilderjoker.de über Monate nicht. Begründung: Angeblich plötzlich aufgetretene Lieferprobleme. Dem Kunden bleibt nur der Weg eine teure 01805-Nummer für 14 Cent pro Minute anzurufen oder ein Fax zu schicken. Auf E-Mails erfolgt meist keinerlei Reaktion. Es sei denn wie im P4M vorliegenden Fall, daß der Kunde mit Strafanzeige droht. Daraufhin bekommt der Käufer zwar den Rücktritt vom Kaufvertrag auf dem Papier bestätigt. Die in Aussicht gestellte Rückzahlung des Geldes per Scheck in Höhe von 465 Euro erfolgte in diesem Fall bis heute nicht. Wie eine Recherche von P4M ergab, häufen sich die Fälle von betrogenen Kunden: Schlechte Shop-Bewertungen auf Seiten wie ciao.de, Geizkragen.de und pc-welt.de nehmen zu. Deswegen ernennt P4M den Shop zum Schwarzen Schaf des Monats August. Inzwischen hat die Bilder Joker AG das Insolvenzverfahren eingeleitet. Damit geht die Chance für betrogene Kunden gegen Null, ihr Geld zurückzuerhalten.
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Das Schwarze Schaf im Juli 2007
Chinesischer Billiganbieter prellt Käufer systematisch um hohe Geldbeträge
Anbieter: Li Xiao, onlinemallcn.com und trademallcn.com
Vorgang: Superschnäppchen, das scheinen die Internetseiten onlinemallcn.com und trademallcn.com anzupreisen. Betreiber ist Li Xiao mit Sitz in Beijing. Wer bestellen möchte, ist gezwungen, zwischen unsicheren Bezahlmethoden auszuwählen. Das Geld sieht der Kunde nie wieder. Und die bezahlte Ware ebenfalls nicht. Auf beiden Internetseiten heißt es, PayPal sei zeitweise ausgefallen, man bitte die verehrte Kundschaft darum, andere Zahlungswege zu nutzen. Eine anonymisierte E-Mail-Anfrage von P4M ergab: Selbst im direkten Kontakt wird der Kunde getäuscht. Risikobehaftete Zahlungsmethoden wie Western Union werden ihm explizit als "sicher" angepriesen. Die Frage, ab wann das - einzig sichere - PayPal wieder genutzt werden kann, ignoriert der Betreiber wohlweislich. Betroffen sind Händler ebenso wie Privatpersonen. Die Verluste belaufen sich meist auf mehrere tausend Euro. Nicht zu beziffern ist der Imageschaden, der Marken wie HP, IBM und Garmin zugefügt wird. Hochwertige Produkte wie Laptops, Handys, GPS und Kameras werden zu Ramschpreisen feilgeboten, um Kunden zu locken. Sony-LCD-Fernseher gibt es hier ab ca. 300 Euro - anstelle von 1500 Euro beim zertifizierten Shop. Mit dem feinen Unterschied: das teure Gerät kommt an, auf das billige warten Käufer vergebens. Deswegen ernennt P4M sie zum Schwarzen Schaf des Monats Juli.
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Das Schwarze Schaf im Juni 2007
movie-tester.com und movie-tester.de täuschen mit versteckten AGB und Lockangeboten zahlreiche Verbraucher
Anbieter: Nicu-Gabriel Carjea, Matthias Müller und Abdul, movie-tester.com und movie-tester.de
Vorgang: Mit einer Gratis-DVD locken die Internetseiten movie-tester.com und movie-tester.de Verbraucher in die Kostenfalle. Deswegen ernennt P4M sie zum Schwarzen Schaf des Monats Juni. Strippenzieher dahinter sind Nicu-Gabriel Carjea, Matthias Müller und Abdul Saleh der im rumänischen Hermannstadt/Sibiu eingetragenen Firma SC NET VENTURE SRL. Die Internetseiten movie-tester.com und movie-tester.de versprechen dem Nutzer eine TOP-DVD („Lola rennt“) plus Fragebogen. Beides soll kostenlos nach Hause geliefert werden. Daß sich diese Test-Mitgliedschaft nach 14 Tagen automatisch in eine Premium-Mitgliedschaft wandelt, ist leicht zu übersehen. Als P4M die Internetseite am 11.06.2007 überprüfte, waren die AGBs und das Impressum nicht abrufbar. Ein klarer Rechtsverstoß. Wer also nicht die Internetseite hinunterscrollt, hat schon verloren. Und zwar runde 240 Euro, 19,95 Euro pro Monat bei 24 monatiger Vertragslaufzeit. In den meisten von P4M recherchierten Fällen kommen zudem die versprochene Test-Ware und/oder der Fragebogen nie beim Kunden an. Der Kunde wartet und wartet, während die Widerrufsfrist verstreicht. Danach hagelt es Rechnungen, Mahnungen und Drohungen für die nicht erhaltene Ware durch ein von SC NET VENTURE SRL beauftragtes Inkasso-Büro. Allein bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld liegen bereits mehrere hundert Anzeigen unter dem Aktenzeichen 11JS299/07 vor, Tendenz steigend. „Wir sammeln die eingehenden Anzeigen und werden voraussichtlich bald mit den Ermittlungen beginnen“, teilte die Staatsanwaltschaft P4M auf Nachfrage mit. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis es dem Schwarzen Schaf an den Kragen geht.
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Das Schwarze Schaf im Mai 2007
pixdiscount.de hält sein Versprechen in punkto Service und Qualität nicht ein
Anbieter: Martin Genot, pixdiscount.de
Vorgang: Der Online-Anbieter für Fotoentwicklung www.pixdiscount.de wurde zum Schwarzen Schaf des Monats Mai ernannt, da der Anbieter die auf seiner Homepage versprochene Bearbeitungszeit von vier Tagen in vielen Fällen nicht einhalten konnte. Die Meldungen zu diesem Anbieter entsprechen den Beschwerden weiterer Geschädigter, die sich in Internet-Foren Luft über das Schwarze Schaf verschaffen. In unzähligen Fällen betrug die Lieferzeit zum Teil weit über einen Monat, in einigen Anderen wurden die Bestellungen überhaupt nicht geliefert, trotz bezahlter Vorkasse. Den Meldungen zufolge schlugen jegliche Versuche der Kontaktaufnahme mit dem Anbieter fehl und Emails wurden gar nicht oder nur sehr spärlich beantwortet. Die angegebene Adresse in Frankreich weist keine Telefonnummer auf und auch sonst ist das Unternehmen offensichtlich nur über das Kontaktformular und die angegebene Email Adresse erreichbar. Auf Antwort muß dann erst einmal gewartet werden. Weiter wird die unterschiedliche Qualität der Bilderbestellungen kritisiert. Fotos wurden offenbar entgegen dem Qualitätsversprechen auf qualitativ minderwertigem Fotopapier gedruckt. Das Service- und Qualitätsversprechen des Anbieters pixdiscount wird somit nicht eingehalten. Ein weiteres verdientes Schwarzes Schaf!
Das Schwarze Schaf im April 2007
Position eines regionalen Managers für Zahlungsbearbeitung und Online Handel
Verletzung: Geldwäscherei
Vorgang: Das besonderes gerechtfertigte Schwarze Schaf im April 2007 zog die Aufmerksamkeit der InternetAgenten auf sich, indem es massenhaft unseriöse Jobangebote an unwissende E-Mailempfänger versandte. Hier wird ein äußerst lukrativer Job bei freier Zeiteinteilung und minimalem Zeitaufwand angeboten. Die glücklichen Angestellten bzw. freien Mitarbeiter von G-Trade müssen lediglich als Mittelsmann zwischen deutschen Kunden und dem Unernehmen agieren. Vorraussetzung: eigenes deutsches Bankkonto! Recherchen haben ergeben, dass es sich bei dieser Masche um organisierte Geldwäscherei handelt und sich die jeweiligen, oftmals ahnungslosen Vermittler durch ihre Aktivitäten für dieses Unternehmen strafbar machen, vor allem, wenn dadurch der eigenen Lebensunterhalt verdient wird. Da die Zahlungen an den Arbeitgeber offenbar über Western Union abgewickelt werden, verläuft sich die Spur nach den tatsächlichen Verbrechern im Sand und der ausgenutzte Mittelsmann muss sich einem juristischen Strafverfahren stellen.
Das Schwarze Schaf im März 2007
Irreführung der Käufer durch missverständliche Produktbeschreibungen und Nicht-Rückerstattung des Betrages nach Rücksendung der Ware.
Plattform: www.ebay.de
Anbieter: „restboerse24“ und „akku-tek1“ auf eBay
Vorgang: Zum Schwarzen Schaf im März 2007 wurde ein Anbieter von Akkus und Ladegeräten gewählt, der auf eBay unter „restboerse24“ und „akku-tek1“ als Powerseller seit vergangenem Jahr aktiv ist. In dem der P4M vorliegenden Fall hat der geschädigte Melder einen Akku erworben, dessen Echtheit er von vorne herein anzweifelte. Daraufhin schickte er den bei eBay ersteigerten Artikel bei dem Herstellerunternehmen ein, das schriftlich bestätigte, dass es sich bei dem Akku um eine Fälschung handelt. In Folge dessen erstattete der Geprellte Anzeige wegen Betruges. Der Anbieter streitet jedoch alles ab und hat auch einer Rückabwicklung nicht zugestimmt. Jetzt erhält der Geschädigte anwaltliche „Drohschreiben“ mit horrenden Kostenforderungen und der Aufforderung, die negative Bewertung auf eBay zurückzuziehen. Allein in den letzten sechs Monaten hat der Anbieter über die angegebenen Accounts insgesamt rund 130 negative Bewertungen erhalten, unter anderem auch wegen Nicht-Lieferung bereits bezahlter Waren oder Lieferzeiten von über 3 Wochen.
Das Schwarze Schaf im Februar 2007
Unbewusste Vertragsabschlüsse ziehen überraschende Kosten nach sich
Plattform: www.lebensprognose.com
Anbieter: Internet Service AG (früher Xentria)
Vorgang: Das Schwarze Schaf möchte im Februar auf den Anbieter Internet Service AG aufmerksam machen und vor seiner unseriösen Vorgehensweise warnen. Das Unternehmen, das sich zuvor Xentria nannte, bietet über mehrere Plattformen Serviceleistungen an, die mit versteckten Kosten verbunden sind. Bei den verschiedenen Webseiten wird meist einheitlich vorgegangen. Der Anbieter baut die Startseiten so spielerisch auf, dass durch den einfachen Zugang die damit verbundenen Kosten leicht übersehen werden können. Die AGBs des Unternehmens besagen, dass der Nutzer allein durch die Absendung des Registrierungsformulars ein "Angebot zu einem gebührenpflichtigen Vertragsabschluss mit" dem Anbieter abgibt. Durch den Erhalt einer Registrierungsbestätigung wird der Vertrag dann gültig. Opfer dieser unseriösen Serviceleistung berichten allerdings, dass keinerlei Anzeichen vorhanden waren, die von einer einfachen Registrierung auf den kostenpflichtigen Vertrag schliessen liessen. Die Internet Service AG mit Sitz in der Schweiz unterhält unter anderem die Webseiten www.lebensprognose.com, www.wie-alt-wirst-du.com, www.probenblitz.de, www.check-deinen-sex.com sowie www.quizkandidat.com, die vor allem das unseriöse Vorgehen ihres Anbieters gemeinsam haben. Der Vertragsabschluss, den Nutzer oftmals unbewusst eingehen, kann aufgrund ihrer Unwissenheit somit auch nicht fristgerecht storniert werden und die unerwartete Rechnung folgt.
Das Schwarze Schaf im Januar 2007
Besondere Betrugsmasche verleitet zum Kauf von Plagiaten
Plattform: eBay.de
Anbieter: z.B. Die Anbieter xuhui7716, runxuan813 oder barneygirl20
Vorgang: Mit dem ersten Schwarzen Schaf im neuen Jahr soll vor einer besonders betrügerischen Masche im Internet gewarnt werden. Dabei kontaktieren Verkäufer von gefälschten Markenartikeln potentielle Käufer, die auf eBay Gebote für exklusive Markenartikel abgegeben haben, und bieten ihnen die eigenen Produkte zu vergünstigten Preisen an. Die favorisierte Marke der potentiellen Käufer ist selbstverständlich auch vertreten. Aber auch alternative „Marken“ werden zu angeblich vergünstigten Preisen angeboten. Abgesehen davon, dass der Verkauf von gefälschten Markenprodukten und Plagiaten verboten ist, verstossen auch E-Mails dieser Art gegen die eBay-Statute. Die Masche ist immer die Gleiche: Die vermeintlich seriösen Anbieter legen sich ein eBay-Konto an, lassen eine Auktion darüber laufen, bewerten diese über ein weiteres Konto positiv und erlangen dadurch eine 100% positive Bewertung. Anschließend werden durch die direkte Kontaktaufnahme via E-Mail die potentiellen Käufer angeschrieben. Diese dreiste Betrugsmasche verleitet Interessenten von hochwertigen Markenprodukten zum Erwerb der Plagiate und qualitativ minderwertigen Fälschungen. Der Käufer wird dadurch nicht nur getäuscht und betrogen, sondern macht sich durch den Kauf von Markenfälschungen auch noch strafbar, ohne es überhaupt zu merken. Vorsicht ist also geboten!
Das Schwarze Schaf im Dezember 2006
Scheckbetrug unter Zuhilfenahme von Online-Plattformen für Immobilien
Anbieter: Hughes Wright, „Hughes Consult & Co.“ / „McManara Consult & Co.“
Vorgang: Eine neue betrügerische Masche scheint sich auf elektronischen Wohnungsmärkten auszubreiten. Aus diesem Grund wurde der hinter dem Betrug stehende Hughes Wright von „Hughes Consult & Co.“ bzw. „McManara Consult & Co.“ zum letzten Schwarzen Schaf im Jahr 2006 ernannt. Vorgegangen wird dabei folgendermaßen: Der angebliche Wohnungsinteressent aus dem Ausland wirbt um eine Wohnung auf dem Online-Markt. In mehreren E-Mails, in denen hauptsächlich weitere Informationen und Organisatorisches besprochen werden, baut der Bewerber eine emotionale Bindung und vor allem ein gewisses Maß an Vertrauen zu dem Wohnungs- bzw. Hausbesitzer auf. Zur Mietzahlung vorab schickt unser Schwarzes Schaf einen überhöhten Scheck an die Wohnungseigner mit der Begründung, seine Firma würde ihm die Lebenshaltungskosten zahlen und diese Pauschale sei im Scheck bereits enthalten - mit der Bitte um Barauszahlung der Differenzsumme. In dem gemeldeten Fall konnte eine Auszahlung noch verhindert werden. Wäre es allerdings dazu gekommen, wäre der Scheck geplatzt nachdem sich unser Schaf in Ruhe mit dem ausgezahlten Geld bereits absetzen konnte.
Das Schwarze Schaf im Oktober 2006
vorsätzlicher Betrug / Nicht – Einhaltung des Kaufvertrages
Plattform: eBay
Anbieter: Mobile–Discount–Online
Vorgang: Bei dem aktuellen Schwarzen Schaf handelt es sich um den Anbieter Mobile-Discount-Online, der nach von sechs aktiven eBay-Wochen eine Spur von Geprellte und Betrugsopfern hinter sich zurückließ. Es lassen sich unzählige „Mobile–Discount–Online–Opfer“ in Internetforen finden. Jeder einzelne Beitrag, genau wie unsere Meldung, berichtet, dass der Anbieter bereits bezahlte Waren einfach nicht liefert oder einzelne Produkte gleich an mehrere Kunden verkauft. EBay hatte den Anbieter infolge zahlreicher Beschwerden schon Ende August gesperrt und 24 Stunden zuvor bereits alle laufenden Auktionen gelöscht. Recherchen haben ergeben, dass der Account des Anbieters nur knapp sechs Wochen aktiv war, ausschließlich positive Bewertungen genoß und innerhalb der letzten aktiven sieben Tage über 300 Handys als Festpreisangebote verkauft hatte. Abschließender Wochengewinn: 85.000 €. Voraussetzung für den Kaufvertrag mit dem Anbieter war selbstverständlich Vorkasse.
Verletzung: Durch das Nicht-Liefern bereits bezahlter Waren hat der Verkäufer den Kaufvertrag gebrochen und ist somit weder der Vertragserfüllung noch einer Entschädigung für den von Kundenseite bereits erfüllten Verkaufsvertrag nachgekommen. In dem Fall, dass der Verkäufer zu keiner Zeit im Besitz der verkauften Waren war, wäre ein Verkaufvertrag von vorne herein nichtig, da kein Vertragsgegenstand vorlag.
Das Schwarze Schaf im September 2006
Umgehung der Kaufabwicklung durch Nicht-Annahme der Zahlung
Plattform: eBay
Anbieter: Elektrogeräte Reuschel
Vorgang: Fast ein Dutzend Meldungen berichten über ein und denselben Vorgang dieses Anbieters. Dabei hatten alle Melder dieses Shops Probleme mit der Kaufabwicklung. In den gemeldeten Fällen verweigerte oder leugnete der Verkäufer den Zahlungseingang des Artikelbetrags und verweigerte die Annahme von Rücksendungen. Folgten daraufhin schlechte Bewertungen durch den Kunden auf eBay, wurden diese mit Hilfe von Rechtsanwälten, Klagedrohungen wegen Verleumdung oder Anrufen so sehr unter Druck gesetzt, dass die negativen Bewertungen in „gegenseitigem Einverständnis“ wieder zurückgenommen wurden.
Verletzung: Durch die Annahmeverweigerung der Zahlungsbeträge bzw. der Rücksendungen fehlerhafter oder falscher Ware wurde der vorab geschlossene Kaufvertrag gebrochen. Der Anbieter ist der Vertragserfüllung nicht nachgekommen. Der Verkäufer bricht zudem den Kontrakt, da er sich in einigen Fällen weigerte, die Versand- und Portogebühren für die Rücksendung zu erstatten.
Das Schwarze Schaf im August 2006
Nichteinhaltung von Vertragsvereinbarungen & Umgehung Teledienstgesetz
Plattform: www.metropolitanuhren.com ; www.megazeit.de
Anbieter: Frau Jutta Schwarzer, Dortmund
Vorgang: Der online Shop verkauft Damen- und Herrenaccessoires. Bei zwei gemeldeten Fällen wurden die Verbraucher ca. drei Wochen nach Vertragsabschluss benachrichtigt, zu den vereinbarten Versand- und Verpackungskosten zusätzliche Kosten von 15 – 20€ zu zahlen. Erst bei Zahlung dieser Beträge würden die bestellten Waren losgeschickt. Da der Versand aus dem Ausland (Canada) erfolgt, kommen auf den Käufer dann schließlich auch noch die zusätzlichen Kosten für die Einfuhrumsatzsteuer und die Abholung der Waren beim Zollamt zu. Darauf wurden die Käufer bei Abschluss des Kaufes nicht hingewiesen.
Verletzung: Die Bedingungen der rechtskräftig abgeschlossenen Verträge wurden nachträglich geändert und den Verbrauchern blieb nichts anderes übrig, als die geforderten Gebühren zu zahlen, um ihre Produkte geliefert zu bekommen und einem langwierigem Rechtsstreit zu entgehen. Die Website dieses gewerblichen Anbieters ist bewusst und entgegen dem Teledienstgesetz ohne Angabe eines Impressums oder Standortes um die Kosten-& Liefersituation zu verschleiern; die Betreiberin aber hat Ihren Sitz in Dortmund.
Das Schwarze Schaf im Juni 2006
Verkauf nicht lieferbarer Ware
Plattform: www.staubsaugerzubehoer.at
Anbieter: Gerold Ratzer
Vorgang: Der Anbieter hat in seinem OnlineShop einen Staubsauger angeboten, der auf dem deutschen bzw. europäischen Markt gar nicht angeboten wird. Das Schwarze Schaf hatte jedoch das Produkt nicht auf Lager und konnte es auch nicht liefern. Stattdessen wurde dem Käufer ein anderes Gerät, welches dieser nicht bestellt hatte, geliefert.
Verletzung: Obwohl staubsaugerzubehoer.at das Produkt in seinem Onlineshop anbietet und auch als bestellbar markiert hat, konnte es nicht liefert geliefert. Tatsächlich wurde später vom Anbieter zugegeben, dass ihm die Nichtverfügbarkeit des Produktes von Anfang an bekannt und bewusst gewesen ist. Das Angebot wurde rein als Lockmittel genutzt, um dann den Kunden ohne Rückfragen andere Produktmodelle zu liefern.
Das Schwarze Schaf im Mai 2006
Verkauf von Fälschungen
Plattform: eBay.de
Anbieter: 11rh11
Vorgang: Der Anbieter 11rh11 verkauft auf eBay Textilien von Markenherstellern und hat damit alleine im April 9000,-€ Umsatz gemacht. Aufgrund von durchgeführten Testkäufen wurde festgestellt, dass die angebotenen Waren Fälschungen sind. Das Textilunternehmen, das die Testkäufe durchführte, verfolgte diese Rechtsverletzungen mit einer Abmahnung gegen 11rh11 und einer daraus resultierenden Forderung.
Verletzung: Nicht nur die Tatsache, dass der 11rh11 Fälschungen verkauft hat, macht ihn zum Monatsschaf Mai. Sondern auch, dass er sich strikt weigert, den berechtigten Forderungen des Textilunternehmens nachzukommen mit dem Verweis, dass er sich nicht mehr in Deutschland, sondern nun in Osteuropa aufhält und somit nicht mehr glaubt, gefasst zu werden. Weiterhin ist zu vermuten, dass der Anbieter fischie36 mit 11rh11 verlinkt ist, da beide Fälschungen verkaufen und bei eBay mit bis auf die Hausnummern gleichen Adressen registriert sind.
Das Schwarze Schaf im April 2006
Nichtlieferung bestellter Waren
Plattform: eBay.de
Anbieter: www.computer-one.de, Martin Melzer, Augsburg
Vorgang: Der Anbieter verkaufte mehrere TV Geräte im Wert von über 20.000 Euro per Vorkasse im Rahmen von Sofortkauf-Angeboten und Auktionen.
Verletzung: Tatsächlich geliefert wurde nur ein Gerät. Die übrigen Geräte wurden weder geliefert, noch wurden die per Vorkasse bezahlten Beträge zurück erstattet. Gegen den Anbieter wurde inzwischen ein Insolvenzverfahren eingeleitet in dem die Verbraucher um ihr Geld kämpfen.